Einweihung neue Pulverbeschichtungsanlage

(v. l. n. r) Herr Schultheiss (Fa. Meeh), Ulrich Meeh (Geschäftsführer Fa. Meeh), Miriam Albrecht (Geschäftsführerin Reflexa), Sandra Dietrich-Kast (1. Bürgermeisterin Gemeinde Rettenbach), Manfred Gross (Betriebsleiter Reflexa), Thomas Litzel (Meister Pulverbeschichtung), Hans Peter Albrecht (Firmengründer Reflexa)

Reflexa investiert in die Zukunft

Nach dem in den letzten Jahren die Produktionsanlagen für Raffstores umfangreich erneuert worden sind, wurde nun einen neue Pulverbeschichtungsanlage eingeweiht. Mit einer solchen Anlage können nun Aluminiumteile nach individuellem Kundenwunsch innerhalb kürzester Zeit in bisher 127 Farben beschichtet werden. Je nach Kundenwunsch wird das Farbspektrum nahezu täglich erweitert. Damit werden derzeit ca. 90 % aller eingehenden Aufträge abgedeckt.

Zur offiziellen Einweihung am 20. März 2015 kamen mehr als 170 Gäste aus dem eigenen Unternehmen. Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast und der Gemeinderat von Rettenbach sowie der Hersteller der Pulverbeschichtungsanlage Firma Meeh aus Wimsheim wohnten der Inbetriebnahme bei. Frau Dietrich-Kast richtet ein paar Grußworte an das Unternehmen und hob dabei die gesellschaftlichen Leistungen von Reflexa und der Familie Albrecht insbesondere in Bezug auf die Förderung des Sportvereins 1. FC Reflexa Rettenbach hervor. Um diesen Bereich weiterhin großzügig fördern zu können, wurde von Ulrich Meeh, Geschäftsführer der Firma Meeh Pulverbeschichtungs- und Staubfilteranlagen GmbH zur Jugendförderung ein Scheck in Höhe von 1.000 € überreicht.

„Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 750.000 € hat Reflexa einen Schritt getan, der dem Wirtschaftsstandort, der Region und der Umwelt zugute kommt.“, so Miriam Albrecht, Geschäftsführerin von Reflexa. „Die neue Pulverbeschichtungsanlage erhöht die Fertigungstiefe, sichert vorhandene Arbeitsplätze und hat neue Arbeitsplätze geschaffen. Nicht zuletzt hat diese Investition Auswirkungen auf unsere Kunden, denn wir können nun die Lieferkette und die Transportwege kurz halten.“

Die Planungsphase für die Anlage begann bereits im April 2014. Mit großer Motivation und Teamgeist durch die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte bereits Ende des letzten Jahres der erste Probelauf der knapp 16 m breiten und 37 m langen Beschichtungsanlage durchgeführt werden. Nach der Probephase wurde nun die Pulverbeschichtung in Betrieb genommen. Das Produktionsverfahren der installierten Anlage ist einfach und umweltschonend.

Die bereits in der Fertigung auf Maß geschnittene Aluminiumteile werden in einer Waschkabine vorbehandelt, anschließend wird eine Beize aufgetragen, die sich an das Aluminium anhaftet und es ein wenig aufraut. Nach einem zweiten Waschgang und einer Hafttrocknung ist die Vorbehandlung abgeschlossen. In der Pulverkabine wird nun mittels einer Sprühpistole ein Farbpulver aufgetragen, was durch elektrische Ladung am Aluminium haftet. Im sogenannten Brennofen wird das Werkstück nun in 10 bis 15 Minuten auf die Temperatur von 180 °C gebracht, wobei es geliert und zu einer glatten Oberfläche verhärtet. So kann ein einzelnes Werkstück innerhalb von nur ca. 2-3 Stunden wieder der Produktion zur Verfügung gestellt werden.

Über eine hochmoderne Verdampfungsanlage werden die nicht wiederverwertbaren Reststoffe umweltschonend verdampft. Der gesamte Produktionsprozess kommt dabei völlig ohne Lösungsmittel aus. Damit senkt Reflexa den ökologischen Fußabdruck und leistet einen effektiven Beitrag zur Produktökobilanz des technischen Sonnenschutzes.

Die Gäste der Einweihungfeier zeigten sich beeinduckt von dem Produktionsverfahren und der Anlage. Die Pulverbeschichtungsanlage ist somit ein umweltschonender Schritt zur Sicherung der Produktionsstandortes Rettenbach und ein wertvoller Schritt für die Region.